Ein Tag

Fahrradtour am Morgen, Rhabarberkuchen rein ökologisch dabei, spanische Sommerhits im Ohr, genüsslich durch die Auenlandschaft. Wie Urlaub. Nur Zuhause. Und später, während des Gewitters: Ran an die Klassenarbeiten.  

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Endzeiten

Der letzte gute Sommer. Manchmal hatte sie dieses Endzeitgefühl, das ihr Freund dem ganzen dystopischen Kram zuschrieb, den sie sich in diversen medialen Formaten reinschob. Und vielleicht hatte er Recht. Oder sie.

Naturerziehung

Natur war immer wichtig. Sonnenuntergang aus dem Kinderzimmer, Fahrradtouren entlang der Felder, gepresste Blumen zwischen Buchseiten, Durchatmen in Parks und Waldstücken. Alleine, oft, weil Freiheit unbewusst schon mit Zehn mit Alleinsein zu tun hatte, mit Weglaufen aus der Enge der Familie hinein in die Weite der Natur, dem Plätschern des Flüsschens hinterher. Vielleicht hat das …

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Kleinstadtleben

Ihr Zuhause war die Kleinstadt. Gewesen. Es hatte viele Menschen mit kleinen Hirnen und großen Mäulern gegeben. Das eine hatten sie sich zermartert, das andere hatten sie sich zerrissen, sobald sie sahen, dass jemand anders war. Anders. Normal war: Mädchen standen auf Jungen. Über Mädchen mit schwarzen Freunden wurde gelästert. Über Mädchen mit zu vielen …

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Während

Ich habe aufgeschrieben, was du mir erzählt hast, würde ich sagen, habe es so wiedergegeben, wie du es mir berichtetest. Ohne dass deine Gefühle durchscheinen. Also fast ohne dass. Erahnen kann man sie, so wie man sie immer bei dir erahnen muss. Musste. Wie bei mir. Wohl auch wie bei mir. Wir sind nicht Hallo-hier-sind-wir-Menschen, …

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Die Blumen

Überall Schönheit. Und Leben. Und Liebe. Und Gedanken, die um alles kreisen, weil alles so wundervoll, so atemberaubend, so einzigartig sein kann. Und ja, manchmal ist da ein bisschen Schwärze. In jedem Leben ein bisschen. Aber wiegt man es auf, überwiegen dann nicht die Farben? Sie schaut die frisch im Garten gepflückten Blumen an und …

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Zur Diskussion

Es tut mir leid, aber diese Echodebatte wird mir zu einseitig geführt. Nein, ich höre die Rapper nicht, ja, ich mag ihre Texte nicht. Ja, meine Schüler hören die Lieder und ja, damit kann ich mich abfinden. Farid Bang und Kollegah provozieren und spielen und manchmal gehen sie über eine Grenze. Unreif einerseits, aber reif …

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Der Pol

Und manchmal sitze ich einfach nur da und schaue aus dem Fenster und sehe die hellen, weißlich-gelben Flecken, die die Sonne an einer Stelle auf der ansonsten so undurchdringlich erscheinenden Wolkendecke hinterlässt. Draußen ist es kalt und Wasser fällt in Kristallform zu Boden und ich bin zufrieden. Ein bisschen müde, ein bisschen durch, ein bisschen …

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Träume

Wir hatten Träume. So viele. Wollten schreiben, um aufzurütteln; wollten lieben, ohne Grenzen und Moral; wollten leben, wie niemand sonst. Wir hatten alles in jenen Jahren. Außer Geld. Und doch fehlte es nie. Aber einer von uns scheiterte. An den Umständen, an den Zielen, an sich, am Leben. Das verschmitzte Lachen verschwand; die Lebendigkeit erstarb; …

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