*Stardom*

Warum ich nie ein Star werden könnte? Weil ich es nicht ab kann, imitiert zu werden. Wenn Menschen sein wollen, wie ich bin, verliere ich die Achtung vor ihnen. Nicht, dass ich nicht wirklich toll wäre, sondern weil sie lieber zeigen sollten, dass sie selbst toll sind.

Muße

Hier müssten eigentlich einige Ausrufe stehen. Solche der Erleichterung über die Entspannung, die in meine Knochen fährt, nachdem ich nur für mich in meinem Auto sitze und Richtung Cambridge unterwegs bin. Sowas wie Hach, Ach, Oh, Mmh. Sie würden allerdings gar nicht wirklich beschreiben, wie wohltuend die Ruhe um mich herum ist: Das Schnurren des Motors, ab und zu das Klacken des Blinkers und ich kehre zu meinem Ausgewogenheitspunkt zurück.

Weiterlesen „Muße“

Londons Apokalypse

Zoey liebt London. Wenn ich sie frage, was wir uns ansehen sollen, dann wird sie sagen: Alles. Und vor allem das Harry Potter-Musical (Gott sei Dank ist das bis Mitte nächsten Jahres schon ausverkauft) und die Tour „Making of Harry Potter“. Aber da gehen unsere Interessen weit auseinander. Also habe ich mir einen Plan gemacht und entschieden, dass der Tower die einzige wirkliche Innenbesichtigung – abgesehen vom Pub-Leben – werden soll.

Weiterlesen „Londons Apokalypse“

Königlich

Riesige Burg in Kleinstadt. Das scheint in England ziemlich häufig zu sein. Laut Reiseführer hat Windsor aber im Gegensatz zu Arundel immerhin 28.000 Einwohner und das Schloss selbst mindestens 200 Bedienstete (laut Wikipedia allerdings bis zu 500). Immer. Auch wenn niemand da ist. Faszinierend, wie viel Geld für die königliche Familie allein für den Erhalt dieses Schlosses rausgehauen wird. Aber na ja, die 951 Zimmer, die allein der Upper Ward mit den Staatsappartements hat, müssen ja irgendwie gepflegt werden. Trotzdem. Bei solchen Dimensionen kann ich Hinwendungen zum Kommunismus verstehen …

Weiterlesen „Königlich“

Vergleich

Es ist schon weit gekommen, wenn der nordkoreanische Machthaber in westlichen Medien umsichtiger dargestellt wird als der amerikanische Präsident …

Intermezzo

Verabschiedungen sind eigenartig. Bei bestimmten Worten habe ich einen Kloß im Hals. „Mach’s gut“ ist so eine Wortkombination. Meine Großväter haben es zu mir gesagt, Tage, bevor sie starben. Andere Verabschiedungen klingen hölzern oder so, als würde man sich gar nicht wirklich auf das Wiedersehen freuen – vor allem, wenn das Lächeln dabei fehlt. Und sich in einer anderen Sprache zu verabschieden, einer, in der man nicht sicher ist, ob alle Konnotationen richtig sitzen, ist noch einmal schwerer.

Weiterlesen „Intermezzo“