Dus

Zurück bei dir. Die Klänge sind teuflisch. Aber vielleicht sind nicht sie die Ursache sondern die Folge des Traumes, den ich vor zwei Nächten hatte und in dem auf einmal du da gestanden hast. In einen Raum hineingesehen und dem Zuhörer in der letzten Reihe lauschend – du. Ganz erwachsen, wie wir ja nun mittlerweile sind, in einem karierten Spießerhemd, das du nie getragen hättest, lauschtest du dem Sprechenden mit erhobenem Kinn. So genau dein Profil nun immer noch vor meinem inneren Auge. Der Schock, dich im Traum zu sehen, dieses Zittern, das in meinen Traumkörper fuhr. Dann gestern jener alte Mann im wahren Leben, dessen Züge mich an dich erinnerten. Und heute die Musik von damals. So vereint sie in diesem Moment dich in der Vergangenheit mit dir in der Zukunft und der geträumten Gegenwart. So viele Dus. Und keiner ist wirklich.

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