Und ich lächle.

Ich habe heute zum ersten Mal Lotto gespielt. Aber obwohl die Ziehung erst morgen ist, habe ich den Jackpot schon geknackt. Ist es nicht seltsam, wie unwichtig Geld ist, obwohl es so wichtig ist? D hat sich heute von sich aus bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich morgen in die Disco komme und ob ich letzte Woche da war. Und die Sonne hat geschienen und es ist vollkommen irre, dass ich mich freue, und dass ich in den letzten Tagen beschlossen habe, hier wohnen zu bleiben, dass ich seit gestern überlege, Lehrer zu werden, um bleiben zu können. Und dass ein Grund hier zu bleiben, neben der Stadt selbst, D. ist. Egal, mit wem er zusammenkommt, in wen er sich verliebt, wen er abschleppt: Ich will nicht fliehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, ihn nicht zu lieben. Nach all den Jahren, all der Zeit, all dem Geschehenen, all den Veränderungen. Geblieben ist die Natürlichkeit, die sich zwischen uns einstellen kann.

Ich darf mich nicht in ihn hineinsteigern … Ich weiß. Aber es ist ja längst geschehen. Längst. Vor fast neun Jahren. Und so schrecklich ich es finden sollte, weil ich es dadurch mit Vernunft betrachten würde, so unschrecklich ist doch das Lächeln, das er mir auf mein Gesicht zaubern kann.

Es ist der 30. Januar 2009. Ich habe 1000€ mehr auf dem Konto und noch wesentlich mehr Lächeln auf den Lippen … Ich möchte aufhören, mich zu fragen, ob ich bescheuert bin und wieso er derjenige ist, an dem ich hängengeblieben bin. Ich will nicht wissen, was die Zukunft bringt. Es ist mir egal. Nur in der Gegenwart kann ich leben und lächeln. Und ich lächle.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s