Der Blitzmoment

Seit seinem Geburtstag haben D. und ich ein bisschen Emailkontakt: Ich vermeide es allerdings, ihm direkte Fragen zu stellen. Direkte Fragen wollen eine Antwort, dann wird er sich wieder eingeklammert fühlen und nicht zurückschreiben. Er selbst stellt mir auch keine Fragen. Ich darf nichts als selbstverständlich nehmen, gerade bei ihm und mir nicht. Das würde mich sonst überheblich machen und ich will lieber bodenständig bleiben und sein. Ich hoffe doch, dass ich es bin.

Was wird passieren? Ich weiß es nicht. D. hat mir geschrieben und mir damit den Tag gerettet, aber wohin soll das führen? Ich weiß ja genau, dass ich mich wieder in den Kreislauf reinsteigern würde, was nicht intelligent wäre. Aber in Bezug auf ihn komme ich mit Intelligenz nicht weit, denn dann bestehe ich nur noch aus Gefühl.

Eben hatte ich wieder diesen Blitz: Das sind die Momente, in denen sich meine Augen schließe und etwas in meinem Gehirn zuckt. Es schüttet Bilder aus der Vergangenheit und der möglichen Zukunft zusammen mit Gefühlen aus. Anfangs, als ich mit F. zusammen war, wusste ich durch dieses Blitzgefühl, dass es nicht für immer sein würde, weil ich mir so lebhaft vorstellen konnte, D. noch einmal zu küssen.

Also müsste das ja irgendwann noch einmal passieren.

(26jähriges Ich – zukunftsahnend? im April 2008)

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