Brisbane mit Jungs

Im hosteleigenen Pub quetscht sie sich zu Osina und Anna, die bei irgendwelchen britischen Jungs, von denen es hier viel zu viele gibt, sitzen. Natürlich ist für sie nur Platz neben dem betrunkensten von ihnen, Nate, der sich mit seinem Bruder und dessen Ex-Freundin Katy durch die Lande trinkt.

Anschließend ziehen sie weiter zum Downunder (intelligenter Name für eine Bar in Australien …), sie als einzig nicht Betrunkene, ein Zustand, der auch an ihrer viel zu schnell schwindenden Reisekasse liegt. Und daran, dass sie Bier nicht besonders mag. So steht sie also nun zwischen lauten Briten und Amis, die alle die Sau rauslassen wollen, was bei Katy und Nates Bruder aber zu einem Riesenkrach führt, denn der erscheint mit seiner Neuen und Katy ist kein bisschen begeistert. Sie fordert Nate auf, jetzt auf der Stelle mit ihr zu kommen und die Party sausen zu lassen, was Nate nicht unbedingt will, weil die andere Sie, diese unschuldige Deutsche, ja auch noch da ist und irgendwie will er bei ihr landen, denn mit Katy … Na, das geht ja nicht, auch wenn er es wollte.

Also wendet die unschuldige Deutsche, das Dilemma bemerkend, sich an Katy und bietet ihr an, zu gehen. Erleichtert willigt nun auch Nate ein und sie marschieren mit einer laut vor sich her schimpfenden Katy Richtung Hostel. Sie schimpft so lange, bis die drei auf zwei Typen stoßen, die vor einem Media-Laden-Schaufenster hocken und auf die ausgestellten Fernseher starren. Ohne Ton natürlich aber mit beeindruckenden Bildern folgen sie der zugegeben auch tonlos gut zu verstehenden Story von „The fast and the furious 1“ und laden sie ein, sich dazu zu setzen. Was Katy direkt macht. Eigentlich war sie sowieso nur auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, und das scheint sie hier zu glauben gefunden zu haben. Doch als irgendwann der Bildschirm schwarz wird, springt sie wieder auf, will Gras und zieht die anderen mit sich.

Im Hostel verschwindet Katy mit den beiden Typen, während Nate zögernd stehen bleibt. Hätte er nicht so schlechte Zähne, hätte sie ihn nun vielleicht versucht zu küssen. So aber tauschen sie nur Mailadressen, gleichen ihre geplanten Routen miteinander ab und versprechen sich, einander zu schreiben. Was sie nicht tun werden.

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