Kurz und schmerzlos

Immer noch Karneval. Aber der Atemholtag. Samstag. Eigentlich habe ich seit zweieinhalb Wochen eine Beziehung. Aber geknutscht hab ich Fettdonnerstag einen anderen. Und nun hab ich Lust spazieren zu gehen, um den Kopf frei zu kriegen. Frei von allem.

Es ist ein herrlicher Tag: Strahlend blauer Himmel, als wäre es Herbst, so erscheint mir die Landschaft. Querfeldein führt mich mein Weg – und ich erreichte mein Ziel. Mir geht es besser. Der Typ von Fettdonnerstag ist in meinem Kopf. Nicht mein Freund. Und was Mr. Donnerstag so eindeutig in meinem Kopf zu schweben hat, weiß ich nicht so recht.

Jedenfalls ist damit der Tag der Entscheidung gekommen. Doch mein Freund nimmz mir das Gerede ab. Zurück in meinem Wagen sehe ich, dass er mich angerufen hat und höre meine Mailbox ab. Er würde sich freuen, wenn ich vorbeikäme. Ich rufe ihn an, um es klar und dann später mit ihm Schluss zu machen, doch höre seiner Stimme an, dass etwas nicht stimmt.

„Soll ich überhaupt vorbeikommen?“

„Ähm… na ja…“

„Was?“

„Besser nicht. Hach, ich kann einfach nicht lügen…,“ – wie gütig, oder?

„Was ist passiert?“

„Ich habe Donnerstag meine Ex wieder gesehen, mit der ich anderthalb Jahre zusammen war und die ich das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen habe, und es hat wieder gefunkt.“

„OK. Dann ist ja alles klar. Wir sehn uns.“

Kurz und schmerzlos. Und ich meine schmerzlos. Er tut mir nicht weh und ich muss ihm auch nicht weh tun, er weiß nun nicht mal, dass ich ihm eh schon fremdgegangen war.

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