Schreiben und Denken

Ein Teil in mir bricht zusammen. Ich kann dir zu allem viel sagen, aber dazu nicht. Die Worte in mir drehen sich und finden nicht in den richtigen Rhythmus. Zu sehr nimmt mich mit zu wissen, dass … Siehst du, es geht kaum. Vielleicht, weil ich weiß, dass all das Geschriebene nie wirklich geholfen hat, sondern mich immer nur mehr in den Strudel reinriss damals, vielleicht weil ich mich auch immer noch schuldig fühle, was bescheuert ist, denn das ist bloß die blöde Koabhängigkeit, die da spricht.

Er hat versucht, sich umzubringen. Und während ich längst schon über seinen Tod schrieb und ihn damit für mich abschloss, war er doch immer wenigstens irgendwo. Aber nun wollte er nicht mehr sein. Und in mir ruft etwas, dass ich ihn im Stich ließ, dass ich mich hätte erreichbar machen sollen. Aber dann hätte ich mein Leben nie selbst in den Griff bekommen, weil irgendwo immer noch die Hoffnung auf ihn geblieben wäre.

Er kommt aus dem Entzug. Und ich ahnte, dass irgendetwas war. Wir hatten keinen Kontakt, ich hatte keine Gedanken, keine Informationen, keine Ahnungen, keine Träume von ihm. Bis ich sie vor zwei Wochen doch wieder hatte. Die Träume und Ahnungen. Seitdem wartete ich auf eine Nachricht von oder über ihn. Und seit gestern sind die Informationen und Gedanken da. Manchmal glaube ich, dass ich Veränderungen um ihn in der Luft um mich spüren kann.

Doch nein, darüber schreiben, hilft nicht, half nie. Das kann ich stoppen. Gedankenherumwerfen nicht.

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