All das

Geliebt. Mit 18 wusste sie es genau. Diese innere Klammer in ihr, die ihr manchmal die Luftröhre zuzuhalten schien, andere Male das Herz umschloss und dann wieder die Tränendrüse ausquetschte, das war Liebe. In all ihrer Einzigartigkeit. Nur einmal würde sie so empfinden, sagte sie sich und meinte es so.

Und vielleicht hatte sie Recht. Vielleicht war sie nur einmal so sehr hineingefallen in dieses Gefühl, das alle anderen überlagerte und sie ausmerzte, das so viel von ihr verlangte und so wenig gab. Das krank war, weil es krank machte. All die Hoffnungslosigkeit, all die wegtreibende Kraft, all den Hass, all das, was diese Liebe hervorrief, sie wollte es nicht mehr empfinden. Niemals wieder.

Sie wollte sich stattdessen fallen lassen können, die Wange auf die Schulter des Mannes legen, der sie stützte und immer da war, der ihr Hoffnung, Kraft und all das gab, was eine Beziehung brauchte. All das, was Liebe eigentlich hieß.

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