Vegetarische Würste

Bitte keine Extrawurst. Ich esse einfach, was da ist.

Es wird aber nichts da sein, wenn wir nicht eben noch dran gedacht hätten, dass was da sein sollte, um tatsächlich alle Gäste auf ihre Kosten kommen zu lassen. Natürlich, Brot pur, das ginge, und einen Dip hätten wir auch dazu, aber was wären wir für Gastgeber, würden wir das auftischen?! Nein, nein, ich laufe einfach noch einmal für dich los. Dann haben wir gleich was. Kein Problem.

Aber wirklich, ich brauch das nicht. Ich bin auch mit Brot zufrieden.

Ich weiß. Das musst du sagen. Als Vegetarier würdest du ja auch für uns kein Fleisch auftischen, obwohl du weißt, dass wir es lieben. Und du wirst ein wenig ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir trotzdem was nur für dich da haben. Es muss nicht sein, ich weiß, ich weiß. Aber ich möchte es gerne, weil. Einfach weil es dazugehört.

Du wirst es mir vorhalten.

Naja. Vorhalten würde ich es nicht nennen. Aber eine Extrawurst bist du halt doch. Wenigstens schmeckt Tomate-Mozarella allen. Und Obstsalat mit Joghurt auch. Nur wenn du vegan wirst, dann will ich vielleicht einfach kein guter Gastgeber mehr sein.

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25 Kommentare zu „Vegetarische Würste

  1. Warum willst du bei einem Veganer kein guter Gastgeber mehr sein? Dann lässt man halt einfach den Mozzarella und den Joghurt weg und schon ist es vegan :).

      1. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Und solange ich meinen Gaumen noch nicht von tierischem Fett und Zucker entwöhnt habe, brauche ich das. (Und die Entwöhnung würde mir, egal, wie gesund sie sein mag, einfach zu schwer fallen.)

      2. Stimmt, Geschmäcker sind verschieden. Aber der verändert sich auch mit der Zeit. Und dann schmecken einem dafür ganz andere Dinge :).
        Davon abgesehen kommt es auch auf die Gründe an warum man das tut. Dann kann einem das mitunter sogar sehr leicht fallen.
        Und man muss ja nicht alles was man so kennt komplett aufgeben. Es lässt sich so gut wie alles veganisieren :).

  2. Vegan wird tatsächlich schwierig. War letztes Jahr in Zürich in einem veganen Restaurant und war sehr erstaunt. Tolle Spaghetti Bolognese bzw Soja Bolognese. Vegetarisch zu leben kann ich mir vorstellen. Begab wäre mir zu aufwändig.

      1. Ich würde Eier und Milch wirklich vermissen. Die Vorstellung bei jedem Cappuccino auf der Suche nach Sojamilch zu sein ist nicht attraktiv. Aber jeder wie er will.

    1. Na ja, so aufwendig ist das nicht. Im Endeffekt hat man als Veganer auch seine Gewohnheiten wie als Mischköstler. Und Gerichte bzw. Möglichkeiten der Zubereitung gibt es auch so einige. Momentan koche ich zum Beispiel sehr gerne japanisch :).

  3. Interessant mal die andere Seite zu sehen 😉 Ich bin auch ohne Wurst, Milch und Ei glücklich. Aber wenn ich Gast bin (und weiß, dass nichts veganes außer trockenes Brot da sein wird) bringe ich mir etwas mit, um keinen Gastgeber zu stressen.

    1. Aber ich als Gastgeber käme mir da irgendwie blöd vor. Ich will ja tatsächlich, dass alle was finden, auch wenn ich selbst aus Überzeugung tierische Produkte weiter essen möchte. Andersherum wäre das natürlich nicht so. Da ist nun mal die Einstellung vegan zu sein gleichbedeutend damit, dass man für die Gäste vermutlich auch zumindest auf Fleisch komplett verzichtet. Das ist eine Gewissenssache. Aber damit kann ich ja nicht kommen. Also sollte ich für alle was da haben.

      1. Bisher waren meine Gäste immer sehr zufrieden und haben kein Fleisch vermisst 😉 Aber jeder Jeck ist anders, wie man hier sagt. Ich kläre den Gastgeber einfach darüber auf, was ich esse und was nicht und dann kann man ja gemeinsam überlegen, wie man das löst. Wichtig ist mir, dass niemand deswegen Schweißausbrüche bekommen muss.

  4. Vielleicht hättest du als Gastgeber sogar Freude dran 😉

    Mir persönlich macht es nichts aus, mir selber was mitzubringen. Etwas stressig kann es sein, wenn ich mir ausdrücklich nichts selber mitbringen soll lt. Gastgeber – und es dann Würstchen aus Milcheiweiß gibt oder eben nur der Schinken weggelassen wurde aber nicht die Sahne 😉 Früher habe ich das teilweise dennoch gegessen, um nicht aufzufallen und weil ich es natürlich dennoch zu schätzen wusste, dass es jemand lieb versucht hat. Irgendwann ging das nicht mehr. Ich finde nichts dabei, wenn der Gastgeber fragt, ob ich einen Kuchen oder Salat mitbringen mag (oft sind die dann übrigens am schnellsten alle 😉 )

    Für Menschen, die wirklich gerne auch für ihre veganen Gäste was auftischen möchten und nicht so richtig wissen wie, hatte ich mal einen Artikel geschrieben:
    https://fitandfoodworld.com/2016/08/05/oh-gott-veganer-zu-besuch/

    LG Janine

  5. Vorhin an einer vegetarischen Metzgerei vorbeigelaufen. No kidding. Ein Fleischfachgeschäft für fleischlos Lebende. Da hat es mich – bei allen Verständnis das man Fleisch aus moralischen und nicht geschmacklichen Gründen meiden – dann doch verlassen.

    Und zum gastgebern: Nudeln mit Gemüse/Tomatensauce ist unser easy und für alle geeignet.
    Fleisch als großen Bestandteil lassen und extra dazu bereiten. So kann man Vegetarier und Fleischesser simpel zufrieden stellen und hat keinen Stress.

    1. 🙂 Eine vegetarische Metzgerei – was soll das sein? Ist Metzger nicht als Berufsbezeichnung etwas ganz bestimmtes?! Ich frage mich gerade ernsthaft, ob man sich überhaupt so nennen darf?

      1. Seit 1962. Nicht schlecht. Verstehe nur nicht, wieso es das schon so lange gibt, obwohl in der Erklärung auf Schweinepest und BSE verwiesen wird. Aber nun ja, da hinterfragen wir mal besser nicht 😉
        Aber ich merke mir: Um den Geschmack von Fleisch hinzukriegen und nicht vermissen zu müssen, ist alles möglich. (Sogar: Fleisch essen … 😉 )

  6. Interessant mal die andere Seite zu sehen. Es gibt Gastgeber die komplett aufblühen, wenn sie sich an Veganem versuchen „dürfen“, da der Gast nichts Tierisches zu sich nimmt und diese die leicht mal überfordert sind. Was ich meist als unangenehm empfinde ist, wenn für mich extra etwas gemacht wird. Ich will als Gast niemandem zur Last fallen. Da bin ich ganz ehrlich auch glücklicher darüber wenn es einfach nur trockenes Brot mit Tomaten gibt, als dass jemand für mich extra kocht. Am allerbesten funktionierts jedoch, wenn die Beilagen einfach vegan sind. ZB gibts dann Steak mit Kartoffelpürree und Gemüse. Was für den Fleischtiger nur die Beilagen sind, ist für einen Veganer nämlich tatsächlich eine vollständige Mahlzeit.^^ Aber solltest du mal wieder veganen Besuch bekommen, lade ich dich gerne ein auf meinem Blog ein wenig zu stöbern. Ich hab einige Rezepte, die ganz einfach und ohne großartig eigenwilligen Zutaten auskommen (auch) im Repertoire. 😉 Liebe Grüße

    1. Ich habe es immer eher als ein „ach verdammt“ empfunden, wenn mir dann wieder einfiel, dass irgendwer kein Fleisch isst und mir das durchging. Dann mache ich meist schnell noch irgendwas, aber „aufblühen“ tu ich nicht. Das nervte mich dann zugegebener Maßen eher, mein Freund ist viel entspannter bei sowas. (Mein Kartoffelpü ist mit Butter und Milch, manchmal mit einem Ei … Also auch da müsste ich umdenken.)
      Aber wenn ich das nächste Mal ne Party mache und dran denke, werde ich gerne mal stöbern. …
      Lieber Gruß!

      1. Habe letztens Kartoffelpürree gemacht, das besser war als jedes das ich je zuvor gegessen hab. Ha hab ich Kokosöl statt Butter verwendet und ja, bei mir kommt da eben Pflanzenmilch rein. Aber ich glaube nicht, dass einem irgendwas fehlt wenn die Milch nicht von der Kuh kommt. Da ist der Geschmack ja nicht so im Vordergrund.

  7. Echt toller Beitrag, sehr interessant. Trotzdem denke ich, dass Vegetarismus eine gute Sache ist. Weil Fleisch echt umweltschädlich ist. Wenn euch das interessiert, könnt ihr ja mal bei unserem Blog vorbeischauen. Wir haben da auch echt tolle Rezepte zusammengestellt, da wird es nicht mehr so schwierig sein, ein guter Gastgeber zu sein! 😉

    1. Das vegetarische Ernähren an sich stellt kein Problem dar, weil wir durchaus vegetarische Kochbücher haben und immer wieder fleischfreie Tage einlegen. Nur generell werden wir nicht auf Fleisch verzichten – und eben vielleicht nicht immer an den Vegetarier denken. Meistens aber schon 😉

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