Erholungssuche

Erholung gibt es nur in Momenten, sie hält jedoch nicht an. Vielleicht, weil es für eine wirkliche Erholung vom Stress eher Wochen braucht. Und selbst dann: Kommt man von einer Flugreise zurück, kann die Reisezeit das Erholtseingefühl schon schlucken.

Darum braucht man Fluchten im Alltag. Doch ich weiß nicht, wohin ich fliehen kann. Bücher reichen nicht mehr und Sport gibt mir zu wenig. Manchmal denke ich, ich sollte ein Haus kaufen und umbauen. Dann mache ich mir neuen Stress, aber doch so anderen. Und ich sehe mit jedem Handgriff, den ich getan habe, den Fortschritt. Wohingegen ich jetzt manchmal nur hoffen kann, dass all die Arbeit, all das Kopfzerbrechen, all die Gespräche den Schülern helfen und sie auf einen guten Weg bringen.

Daher: Auf zum Elternsprechtag. Bis heute Abend, 20 Uhr. Von dem ich mich dann das ganze Wochenende erholen werde.

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3 Kommentare zu „Erholungssuche

  1. “ Doch ich weiß nicht, wohin ich fliehen kann. Bücher reichen nicht mehr und Sport gibt mir zu wenig.“ –

    Das kommt mir sehr bekannt vor. –

    Und Du hast einen schwierigen, kräftezehrenden Beruf, liebe Stefanie.

    Durch Deine Zeilen hier, sehe ich immer eine selbstbewusste, lebendige Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, die „das Kind schon schaukelt“, die auch Strategien hat, wenn sie spürt, dass sie gerade eine richtig schwere Strecke meistert. –

    Aber (Du weißt), ich bin ein gebranntes Kind und deswegen möchte ich nicht, dass noch mehr Menschen verbrennen. Und Dein Beruf ist eben kein leichter. Dass Du mir dazu berufen scheinst, ihn auszuüben, ändert das nicht – im Gegenteil …

    Pass auf Dich auf, liebe Stefanie –

    Ich wünsche Dir, dass Du diesen Freitag so gut und für Dich erträglichg wie nur möglich schaffst und danach ein ganz entspannendes schönes Wochenende haben wirst.

    Liebe Grüße an Dich!

  2. Dieser Wirbel in der Welt erfasst uns alle. Und da gut auf sich zu schauen, ohne eine fensterlose Monade zu werden, ist wirklich eine Herausforderung … ich wünsche dir jedenfalls die Kraft, Inseln der Ruhe im Alltag zu finden. Sie sind da. Nur zugestehen, sie zu betreten, in all dem Tumult um einen herum, das muss man sich selbst … herzliche Grüße von einer Mitreisenden im selben/gleichen Boot!

  3. Als erstes kann ich mich nur den Vorrednern anschließen. Je engagierter, desto anfälliger. Das Einzige, was mich ganz befreit und zu mir selbst zurückführt, ist ein Gang auf einen Berggipfel. Da genügt mir dann auch schon ein Wochenende. Vielleicht ist das so, weil ich es durch die lange Krankheit unserer jüngeren Tochter und anschließende Pflege meiner Mutter zusätzlich zu meiner Arbeit – allerdings kurze Freistellungsphase und nur Vertretung zurzeit, vorher Vollzeit – kaum anders kenne, mich daran gewöhnt habe, einfach nicht mehr Zeit zur Verfügung zu haben, um einem Zusammenbruch zu entgehen.

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