Hintenrum

Keine Küsse, keine Gesten. Nichts, was zeigen würde, dass wir uns näherstanden, als wir uns stehen sollten. Nichts. Die kalte Schulter so gekonnt. So gekonnt, als hätte er geübt. Dabei waren es die Gefühle, die auf einmal fehlten. Vor ein paar Wochen da, jetzt vorbei. Und ich konnte es nicht ertragen. Monatelange Nähe, Gefummel überall, und nun? Heimlichkeiten hintenrum. Keiner sollte wissen, dass da noch was war. Ich hätte mir zu gut dafür sein müssen, hätten die wenigen tatsächlich gemeinsamen Momente nicht so gut getan. So gut. Weil er mich kannte. So gut.

Doch erst als ich verstand, dass er die vollkommen idiotische Andere wollte, schaltete sich mein Stolz ein, hob mein Näschen und pfefferte ihm ins Gesicht, wer mit dummen Menschen Kontakt haben will, brauche diesen nicht mit mir. Und mit keiner Zelle meines Körpers wünschte ich ihm Glück. Mit keiner. Und das hatte er dann auch nicht.

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5 Kommentare zu „Hintenrum

      1. Mittendrin ist es natürlich immer ein Weltuntergang. 20 Jahre später ist es eine vielleicht interessante, vielleicht nette, vielleicht irgendwas Geschichte …

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