Von Wies und Wos

Ein halbes Jahr war seit ihrem ersten Mal vergangen und man konnte sagen, dass sie sehr aktiv gewesen war. Mit ihrem Freund. Es war nicht so, dass sie viele unterschiedliche Wies ausprobiert hatten, wohl aber unterschiedliche Wos. (Ob schon mal jemand vor ihnen die Lehrerteeküche während einer Oberstufenfete unsicher gemacht hatte?! )

Sexuell aktiv zu sein, wurde etwas ganz Natürliches für sie. Da war ihr Freund, da war sie, und waren sie zusammen irgendwo, wollten sie getrennt von anderen sein, wollten die Hände beim anderen haben, wollten sich zufriedenstellen, selbst wenn sie den Akt nicht ausführen konnten. Autofahrten, Autokino, Kinos, Felder, Baggerseen, Schwimmbadumkleiden … Kaum ein Ort war zu öffentlich, um nicht, vielleicht versteckt durch eine darüberliegende Jacke, die Hand des anderen im Schritt zu fühlen und die Lava, wenn nicht zum Kochen, doch zumindest zum Blubbern zu bringen.

Ein halbes Jahr. Dann war Schluss. Nicht, weil man sich auseinandergelebt hatte, keiner von diesen Erwachsenengründen, sondern weil vor allem sie zu unreif war, weil sie gerade sich selbst entdeckt hatte und dieses Selbst mit anderen teilen, mehr erfahren, mehr erleben wollte. Zum Beispiel beim nächsten, dass es auch Männer gab, die nicht oben liegen müssen: „Dann komme ich zu schnell und du hast nichts davon.“ – So ein Satz wäre ihrem Ersten nie über die Lippen gekommen. Dafür hätte dieser andererseits auch nicht mit 15 verschiedenen Mädchen und schließlich mit ihr ohne Kondom geschlafen. Es gab einfach noch so viel zu lernen.

 

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2 Kommentare zu „Von Wies und Wos

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