Familienspiele

Schon damals, nachdem Rapunzel zum hundersten Mal in die Einöde geschickt worden ist, war es kein gewöhnliches Vater-Mutter-Kind-Spiel, das das Mädchen imitierte. Stattdessen war es wieder und wieder Rapunzel, die alleine ihre Zwillinge aufzog, bis irgendwann der blinde Prinz sie fand. Und damit endete das Spiel. Und begann mit der alleinerziehenden Maid das folgende Mal wieder.

Das zur Frau gewordene Mädchen blickt auf ihr Baby. Sie liebt es und herzt es. Und sie hätte sich eine Familie für es gewünscht.

Oder?

Oder bereitete sie sich schon als Rapunzel darauf vor, dass sie ihr Baby ohne Mann großziehen wird? Und wird der blinde Prinz kommen und es wird ein Happy End geben? Und steht das „blind“ für eine Verblendung des Kindsvaters? Weil er sich zu sehr mit seiner Arbeit beschäftigt oder weil er einer anderen Frau verfiel oder weil er sich noch nicht reif fühlte, Vater zu sein? Und würde sie ihn zurücknehmen?

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2 Kommentare zu „Familienspiele

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