Kussorgie

Ja, plötzlich hältst du inne, deine Hände fahren in meine Haare, ehe du mich näher zu dir ziehst, du siehst dich noch einmal um, dann verschlingen unsere Münder, und ich könnte ewig davon zehren. Diese Küsse, diese leidenschaftlichen Küsse sind besser als in jeder meiner Phantasien … Dass du so küssen kannst, hatte ich verschoben, aber nun, hier unten in der Dunkelheit, in der uns doch jeder sehen kann, entschlüpft mir die ganze Sehnsucht, das ganze Verlangen liegt in den Küssen, an die meine Träume nie herangereicht hätten, und ich spüre, wie sehr du mich packst, wie fest du mich an dich ziehst, dann küssen wir uns wieder.

Ich lege dir meine Arme um den Hals, vergrabe den Kopf in deiner Schulter, und du tust es ebenso, du küsst und beißt meinen Hals, ich halte die Augen geschlossen und würde ich sie öffnen, würde ich nur die gaffenden Leute sehen, die mir schon vorher auffielen, weil sie uns so ungläubig, verständnislos und interessiert ansahen. Nein, diesmal will ich sie nicht sehen, ich küsse dein Ohrläppchen, gehe mit Küssen vorsichtig an deinen Hals, finde deinen wartenden Mund. Es ist wie ein Feuer, das wir zu löschen versuchen, aber wir schaffen es nicht, werden es nie schaffen.

Ich ziehe dich an mich, umschlinge dich so fest ich kann, damit du mir so nah wie möglich bist, und du drückst mich an dich, sodass beinahe die Luft wegbleibt, du flüsterst: „Ich glaube, du bist wirklich das geilste Mädchen, das mir je begegnet ist,“ und ich weiß, ich kann dir glauben.

In diesen einsamen Momenten mitten unter Leuten, da weiß ich, dass ich mit der Anziehung Recht hatte, mit der unendlichen Anziehung. Ich wollte, du würdest mich überall streicheln, und doch muss ich dich zurückhalten, als du mein Shirt hochschiebst, denn die Leute gucken schon genug: „Es tut mir leid, aber ich kann mich nicht bremsen, ich versuche es, aber es klappt nicht.“

Wir rücken ein Stück weiter fort, an eine Säule, an die ich mich lehne. Du scheinst so groß, als du dich zu mir herunterbeugst, um mich zu küssen. Deine Hand ist hinten unter meinem Shirt und fährt meinen Rücken hoch, bis zum Hals, dann runter und wieder hoch, deine andere Hand streicht meinen Oberschenkel, du ziehst mein Bein mit ihr hoch, und ich komme mir vor, wie in einem Film. Ein Bett wäre so schön…

„Jetzt weiß ich endlich, was mir gefehlt hat“, schiebst du zwischen zwei Küssen ein. – „So, was denn?“ erkundige ich mich, und weiß es schon. – „Ein Mädchen wie du.“

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