Sekunde

Sie dachte, er war es. Dass sie ihn gesehen hatte. Dass er vielleicht in der Stadt arbeitete. Es war seine Statur gewesen, seine Beachboy-blonden Haare und – als er sich umdrehte – sein prägnantes Kinn. Sie hatte ihn angesehen, eine Tausendstelsekunde nur und doch verfolgte er sie stundenlang.

Ja, sie dachte, sie hätte ihn gesehen. Denn es passte so viel eher zu ihm dort zu stehen und zu arbeiten. So viel eher als tot zu sein.

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11 Kommentare zu „Sekunde

    1. Liebe Ines, ich danke dir. Oft sind es ja auch zb Gedichte, die mit wenig Worten viel sagen. Und wenn ich es mit meinen kurzen Prosatexten schaffe, frue ich mich sehr. Lieber Gruß

    1. Dankeschön. Ja, es sind oft die Wendungen, die mich besonders reizen. Aber es kann natürlich auch vollkommen aufgesetzt wirken, umso schöner, dass es dich berührte. Lieber Gruß

  1. Das geht ins Mark. Das ist so nah, so wirklich. Es mutet mir ein bisschen seltsam an, dass so zu sagen, und ich muss davor wirklich noch einmal tief durchatmen, weil ich sehr bewegt bin, von Deinem Eintrag, aber: Du hast es wundervoll geschrieben!

    Ganz liebe Grüße an Dich!

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