Discoabende

Raus und feiern. Klar. Was sonst? Und dann kann Mama noch so oft fragen, warum. Warum ein Warum? Tanzen muss ich. Freunde treffen. Und Jungs. Jungs sehen und küssen. Vielleicht auch küssen.

Das Outfit ist weniger klar. Verstreut über dem Bett der halbe partytaugliche Kleiderschrank. Kurzer Rock. Aber welcher? Und welches Top? Busenbetonteng. Wollen die Jungs dann mich oder ihn? Ja, betont, aber nie mit Ausschnitt. Und die Haare, DieNannymäßig-wellig, werden die Blicke nach oben lenken. Und das Lächeln sie in die Augen ziehen. Meistens. Hoffe ich.

Dennoch werde ich in der Discoenge bei der Rundengeherei Hände an meinem Körper fühlen, werden sich Männer enger zusammenstellen, damit ich sie streifen muss. Weibliche 18jährige Körper verführen dazu. Geifernde Männer. Eklige Beigabe der Discowelt. Ebenso wie die Lachdochmal-Sprüche. Lachdochselbst.

Dazwischen Juwelen. Süße Typen, nette Gespräche, erste Tuchfühlungen. Und immer Musik. Immer die Freundinnen, mit denen ich tanze. Mit Anbändeljungs nie. Tanzenden Spaß gibt es nur mit der Sicherheit, die die Mädels geben.

Musik bringt mich zum Lächeln, Tanzen mich zum Lachen, das Gefühl des Allesistmöglich zum Strahlen.

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9 Kommentare zu „Discoabende

  1. Oh, Gott, wie ich mich wiederfinde in diesem Text. Mitte, Ende der Neunziger. Discoabende auf dem Dorf. Und selbst der Spruch „Lach doch mal!“ Ich dachte bis heute, nur zu mir würden die Männer das sagen, weil ich immer eine Schnute ziehe. Anscheinend sollte es immer nur eine billige Ansprache sein.

      1. Oder die Jungs werden doch irgendwann in der Schule zur Seite genommen und dann bekommen sie von einem Ober-Trottel sämtliche Sprüche beibekommen, die der toll findet…

      2. Aber bei solchen Abenden war ich dann doch nicht … Bei uns waren die von der Freiwilligen Feuerwehr ne ganz bestimmte Sorte Mensch und die passte irgendwie nicht zu mir …
        Jetzt sitz ich hier Zuhause und würd schon noch mal gerne so feiern wie damals, aber ich glaube, ich würde das Gehabe der jetzt 18jährigen nicht so gut ertragen. 😉

      3. Der Text passt auch zu meiner Stadt. Genau so ging es mir auch 😉 allerdings grundsätzlich in Hosen. Auch den Satz kenne ich 😀

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