Das normale Leben

Sie lag im Gras. Nicht direkt in ihm, weil der Gedanke an die Krabbeltiere ihr nicht behagte. Aber doch nur mit ihrem Schal zwischen sich und dem Boden und sie meinte, die Kraft der Natur spüren zu müssen, obwohl es vielleicht nur die Feuchte der Erde war, die sich in ihren Rücken drückte. Sie räkelte sich.

Den Blick hielt sie nach oben gerichtet, in das Blätterwerk hinein, in dem sich Schmetterlinge und Bienen tummelten. Sie roch den Flieder und die Rosen und den Rosmarin und schloss die Augen, konzentrierte sich auf die natürlichen Geräusche, bis die der hektischen Welt in den Hintergrund glitten und zerflossen. Sie brauchte mehr davon. Im normalen Leben war sie eher ein emsiges Insekt als eine faule Katze. Aber wer hatte das eigentlich zum normalen Leben erklärt?!

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2 Kommentare zu „Das normale Leben

  1. Also, ich finde, ein emsiges Insekt und immer mal wieder eine faule Katze sein, das ist eine durchaus gute Kombination. …und normal … was ist eigentlich normal? Für mich ist normal, was mir selbst ein erfülltes Leben schenkt und dazu gehören halt unter anderem auch die Emsigkeit eines Insekts und die Faulheit der Katze. Wobei … Katzen sind nicht nur faul, sie sind nur kleine Lebenskünstler, die Aktion und Entspannung gut zu kombinieren wissen 😉
    LG von der Silberdistel

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