Arrogantes, unnahbares Bloggen

Ich kann das nicht. Falschsein. Zumindest nicht in dem Ausmaß, in dem ich es vielleicht können müsste, um tatsächlich mitzuspielen. Es wäre auch nur für mich Falschsein, andere Leute sind so. Nicht falsch, einfach so, wie ich nicht bin: Überschwänglich, animiert, animierend, kontaktfreudig. Ich bin eher … zurückgenommen.

Gestern habe ich die App Wattpad kennengelernt. Dort kann jeder Geschichten oder Bücher schreiben, setzt sie online, liest andere, bewertet, liked, kommentiert. „Oh das ist total real und der Typ so süß!“ oder „Ich kann mich richtig gut in deine Leute reinversetzen!!!“ oder „So wie du schreibst, find ich das echt. Lies doch auch mal meine Geschichten!“ Das Für-sich-selbst-werben scheint der Jugend von heute in die ersten Lebensjahre gelegt zu werden. Sie kennen es nicht anders, als mit Wildfremden zu kommunizieren und sie wissen, wenn sie etwas liken, wird die Person etwas anderes zurückliken, weil es sonst eine schlechte Bewertung oder Ignoranz geben wird. Das hat dann nichts mit Höflichkeit zu tun, sondern damit, sich selbst in irgendeiner Form pushen zu wollen.  (Tatsächlich sind einige der Bücher, in die ich reingelesen habe, gut. Nicht, weil die Geschichten besonders fesselnd oder exklusiv wären, sondern weil der Schreibstil mitnimmt.)

Beim Bloggen funktioniert es sicherlich bei vielen ähnlich: Erst fügt man sämtliche Blogs hinzu, damit die einen auch hinzufügen, dann liked man wild, ohne die Artikel zu lesen, dann kommentiert man, einfach um des Kommentierens willen, und setzt eventuell noch einen Link zum eigenen Blog unter den Kommentar.

Ich kann das nicht. Ich habe wenig Lust, Blogs in meinem Reader zu haben, die ich nur hinzufüge, weil sie mich hinzugefügt haben. Sie müssen mich schon auch ansprechen. Food-, Mode- und DIY/Einrichtungsblogs tun das zum Beispiel nicht. Genausowenig wie Blogs, die eher intimen Tagebüchern gleichen oder von irgendwelchen Krankheiten erzählen. Und auch keine, die jeden Tag ein Buch rezensieren, von denen 80% mich überhaupt nicht interessieren.

Normalerweise habe ich Artikel gelesen oder zumindest überflogen, die ich like. Auch andere, die ich nicht like, lese ich oft an. Aber dann kann es schon an so etwas wie der Formatierung scheitern, dass ich nicht weiterlese, z.B. Artikel ohne Absätze gehen bei mir gar nicht. Und auch Artikel mit (zu vielen) Smileys sind mir suspekt.

Und ja, ich kommentiere nur selten. Manchmal denke ich: Aber heute kommentierst du bei mindestens drei Artikeln. Und dann fällt es mir schwer, irgendwelche Worte zu finden, die nicht total platt klingen. Eben nicht so platt wie die oben genannten Beispiele aus Jugendbewertungen. Eigentlich suche ich Blogs, die eher so sind wie meiner, die also kleine Geschichten erzählen, aber knappe, auf den Punkt gebrachte oder eben solche, die mich tatsächlich in die Handlung reinziehen. Doch solche gibt es nicht so oft. Selten eigentlich. Und obwohl ich selbst Fortsetzungsgeschichten schreibe, mag ich sie doch in zu großem Umfang nicht lesen. Jede Folge einer solchen Geschichte muss in sich auch irgendwie abgeschlossen sein, jeder Beginn einen wieder in den neuen Post reinziehen.

Und wie blöd ich mir immer vorkomme, wenn ich einen Link zu einem meiner Artikel in einen Kommentar setze, weil der gelesene Artikel mich tatsächlich an etwas von mir erinnert.

Eigentlich ist diese Form des Bloggen also nichts für mich. Und das Wattpadden schon gar nicht. Oft wurde/wird mir im wahren Leben vorgeworfen, dass ich arrogant und unnahbar wirke. Und mir ist durchaus bewusst, dass es hier auch manches Mal der Fall sein dürfte. Allein schon, wenn ich wieder nicht bei einem Award-Artikel in der eigentlichen Form teilnehme. Ich würde es aber nicht arrogant und unnahbar nennen (natürlich nicht ….), sondern ehrlich. Wenn ich mich mit Dingen beschäftige, dann weil es mir ein Anliegen ist. Und bei Dingen, die mir keins sind, kann ich auch nicht so tun als ob. Die Menschen, die oft kommentieren und liken, sind deswegen nicht falsch oder unehrlich, sie sind vermutlich einfach nur vielseitiger interessiert als ich. Oder eben so aufgewachsen, wie die Jugendlichen, die nach Wattpad süchtig werden. Ich bin mir sicher: Dort werden die nächsten J.K. Rowlings und Stephanie Meyers gemacht. Aber ohne mich.

PS Wenn ihr bis hierhin gelesen habt: Danke! Danke für euer Lesen und euer Interesse. Das ist zwar nicht der Hauptgrund, aus dem ich schreibe, aber doch der zweite!

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53 Kommentare zu „Arrogantes, unnahbares Bloggen

  1. Oh ich hasse diese links ohne Bezug in den Kommentaren. A la: guck doch mal auf meinem Blog link.
    Aber es gibt auch andere links zb von BloggerInnen die man schon lange kennt, man macht sich in einem Beitrag Gedanken dazu und bekommt einen sehr alten Blogbeitrag als link, den man noch nicht kennt. Solche links sind wie ein Geschenk 🙂

    1. Ach ja die Werbungslinks sind deshalb so aufdringlich weil man ja sowieso auf den Blog käme wenn man wollte sobald derjenige kommentiert hat.
      Warum macht man für sein Privatleben Werbung? Man bloggt doch umsonst und weil man es gerne tut…

    2. Ja, solche, die wirklich passen oder von Leuten, die man schon „kennt“, dagegen habe ich gar nichts einzuwenden. Trotzdem komme ich mir komisch vor, wenn ich es mache. Aber es diese, die in mehreren Kommentaren schreiben „Guck mal auf meinen Blog, vielleicht ist er interessant für dich“ – und ich guck dann tatsächlich das erste Mal, aber es interessiert mich nicht, also füge ich den Blog nicht hinzu … Es zuckt in meinen Fingern beim zweiten Mal genau das zu schreiben, aber dafür bin ich dann auch wieder zu „zurückgenommen“ (oder nicht ehrlich genug, weil ich ja auch nicht verletzen will).

      1. Ich finde man kann ruhig sagen, dass man auf deinem Blog keine Werbungskommentare möchte. Wenn jemand etwas interessantes kommentiert und ich neugierig werde, kann ich mir den Blog ansehen. Dafür brauche ich keinen link.
        „Liebe x, ich habe deinen Kommentar gelöscht, da er keinen Bezug zu meinem Beitrag enthält.“

        Ich bin übrigens vielseitig interessiert und folge all diesen Blogtypen die du aufzählst :D. Das ist mein Charakter… Ich like nur wenn ich gelesen habe und ich es gut fand dass der Artikel veröffentlicht wurde. Ich bin gehen jegliche Form des Beliebtsheitsliken. Wenn die Leute nach Aufmerksamkeit an sich heischen, sind sie beim Bloggen fehl am Platze.

  2. Ich mag einfach, wie Du schreibst. Und ich mag, dass Du Duich ganz offenkundig gibst, wie Du bist. Unverschnörkelt, individuell. Du halt. Nicht austausch-, nicht verwechselbar. Und, sehr, sehr angenehm, nicht jedem Mainstream folgend.

    Ich kann Deine Art bloggen und Dich austauschen zu wollen, sehr gut nachvollziehen. – Ich genieße sie.

    Und ich genieße auch, dass ich Deine Art zu schreiben sehr mag (deshalb komme ich immer wieder her!) ohne, dass ich jeden Eintrag gleichermaßen für mich anzunehmen oder in mich aufzunehmen vermag. Du zeigst mir Vielfalt auf, auch Gegensätze – schließlich auch zu meinem eigenen Denken und Sein. – Und dieser Aspekt UND das genießen können, sind mir wertvoll! – Und machen Dich, virtuell, wie ich Dich nun einmal „kenne“, für mich zu einem ebenso interessanten wie schätzenswerten und sympathischen Menschen. – Likes brauche ich dafür ebenso wenig wie Du. Und auch die Anzahl der Kommentare sind dafür nicht maßgeblich.

    Ich finde es richtig schön, dass Du es genauso siehst.

    Ganz viele schöne Grüße an Dich, liebe Stefanie!

    1. Siehste, da weiß ich wieder nicht, was ich schreiben soll, ohne dass es platt klingt.
      Ich freue mich über deine Worte und dass du immer mal wieder hier bist und deine Meinung da lässt, auch wenn meine eigene Art vielleicht einen weiteren Austausch über das Geschriebene verhindert. Es wäre natürlich interessant, wenn du auch dort kommentiert, wo du einen Gegensatz zu deinem Denken siehst. Vielleicht würde es mir dann leichter fallen, Worte in Kommentarform zu finden … Auf Lob zu reagieren, fällt mir schwerer.

  3. Liebe Stefanini, danke für deine Ehrlichkeit! Sie ist erfrischend. Ich mag Menschen, die individuell und originell sind, und auch mal direkt ihre Meinung sagen. Die nicht überall mitmachen, nicht bei jedem Trend dabei sein müssen. Gegen den Strom zu schwimmen ist nicht immer einfach, ich kenne das, ich fühle mit dir. Du bist perfekt, wie du bist. Danke.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Inspiration und Motivation für deine Geschichten und einen wunderbaren Tag,

    Caroline

    1. Dann bist du bei mir genau richtig. Schon in der Schule hatte ich den Ruf, dass ich „erfrischend“ war … Je nach Lehrer hieß das aber auch kokett, zickig und arrogant …
      Lieber Gruß!

  4. Ich denke, du hast schon recht. Mit Arroganz hat das nicht viel zu tun, sondern mit Ehrlichkeit sich selbst, seinen Interessen, aber auch anderen gegenüber. Nicht alles muss einem gefallen und gerade wenn es um das Bloggen geht, ist es doch ähnlich wie mit einem Bücherregal: Ich stelle mir nur das zuhause in meinen Schrank, was ich auch wirklich mag, was mich interessiert und anspricht. Das heißt nicht, dass alles andere schlecht ist. Es ist eben nur nicht mein Ding.

    Ich muss gestehen, dass ich deinen Beitrag gerade mit etwas Erleichterung gelesen habe, denn tatsächlich bin ich auch niemand, der einfach alles liked, nur um eben auch Likes zu erhalten. Ich möchte ehrlich sagen (oder eben liken), was mir gefällt. Im Gegenzug möchte ich aber auch, dass die Menschen, die sich durch meine Gedanken und Erlebnisse lesen, auch ehrliches Interesse daran haben und nicht nur auf den „Gefällt mir“-Button klicken, weil sie erwarten, dass ich ihnen dann automatisch folge.

    Diese Art des „entspannten“ Bloggens gefällt mir. Ich tue das ja schließlich nicht, um berühmt zu werden, sondern um des Schreibens und Erzählens willen.

    1. Ich würde mir wünschen, die Leute wären eher so wie ich (und du), weil ich dann wüsste, dass der Like wirklich etwas zählt. Was bringt mir ein Sternchen, wenn ich an den Statistiken sehe, dass der Beitrag gar nicht so oft gelesen worden ist, wie er gelikt wurde. Das macht mich und meine Schreibe doch auch irgendwie runter.
      (Andererseits frage ich mich auch, was falsch ist, wenn ich 80 Klicks auf einem Artikel, aber nur 20 Sternchen habe … Man kann es mir nicht recht machen …)
      PS Du bist unter Schattenbinder nicht zu finden. Wäre es nicht besser, wenn du die Linkverbindung zu deinem Blog ändern würdest?

  5. Ecken und Kanten, das ist das, was den meisten (glattgebügelten) Menschen fehlt.
    In dem Sinne: bleib so, mir gefällt das gut!
    Liebe Grüße
    Camilla

    1. Das stimmt. Dein Blog ist zum Beispiel so ein Beispiel von denen, bei denen ich mehr Artikel lese, als ich tatsächlich like, eben weil du auch Ecken und Kanten hast und ich einfach nicht mit allem, was du sagst und erzählst, in meinem Inneren übereinstimme. Trotzdem muss ich da nicht groß drüber mit dir diskutieren.
      Lieber Gruß auf deinen Platz im Meer!

      1. Man muss auch nicht immer mit allem übereinstimmen, da gebe ich dir Recht.
        Ich sehe das Thema like z. B. etwas anders: wenn bei mir ein Artikel geliked (?) wird, weiß ich, wer ihn gelesen hat. Zumindest setze ich das voraus. Da finde ich gut, und so setze ich auch bei vielen Artikeln, die ich lese, ein Sternchen, quasi als eine Art „ich war da“…

      2. Nee, falsch verstanden. Ich besterne nur Artikel, die mir auch gefallen. Sorry, wenn ich mich da zu dämlich ausgedrückt habe 😳

  6. Absolut, einfach absolut.
    Ich fühle mich jetzt schon, als schaue ich in einen Spiegel. Da bin eigentlich ich, aber hier bin dann nicht ich, sondern du, du damit und ich verstehe es und ich empfinde es, weil ich es verstehe und fühle es, weil ich empfinde, weil ich es verstanden habe.
    Danke dafür, absolut.

    1. Und eben war ich noch der Meinung, dass du auch nicht-verwirrend schreiben kannst …
      Aber ich glaube, ich verstehe den Kern … (Anstelle der Punkte kann gern ein Gesicht, das du verstehst, eingefügt werden.)

      1. Tatsächlich bin ich durchaus in der Lage auch nicht-verwirrend zu schreiben. Nicht-verwirrend definiere ich als verständlich, begreife ich als klar und einfach, nicht unbedingt simpel, weniger wertvoll, lediglich weniger gehaltvoll (nicht inhaltvoll!). Ich weiß gar nicht, ob das jetzt nicht-verwirrend war, aber ich hab’s versucht. …

    1. Ja, das versteh ich schon auch. Aber ist es nicht auch ein Erinnern? Also wenn ich zehnmal nicht auf den Stern geklickt habe und dann z.B. dein Interesse an mir nachlässt, dann aber wieder auf einen Stern klicke, rufe ich mich ja auch bei dir ins Gedächtnis. Und du wirst eher, fast schon automatisch bei mir gucken und, aus geben und nehmen, etwas zurückliken. Aber wie sehr muss es ein geben und nehmen sein?!

      1. Es MUSS kein Geben und Nehmen sei, da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt – ob ich den Stern anklicke oder nicht ist kein Zwang – entweder ich lese jeden Tag bei Dir, oder sporadisch – wenn mich Deine Themen interessieren (was bei mir der Fall ist), lese ich auch dort, wenn Du bei mir klickst oder nicht.

        Es kann so möglich sein, muss es aber nicht.

        Ein Anklicken sehe ich nicht als Erinnern an, ein Zeichen dass mir der Text gefällt, ohne umgekehrt davon auszugehen, dass Du umgehend bei mir klickst oder kommentierst – so sehe ich das wenigstens…

      2. Mein Kommentar war nich auf dich und mich und unsere Klicks bezogen. Wenn mich die ersten drei Zeilen deiner Gedichte interessieren, klicke ich auf den Artikel, lese die meist letzte Zeile noch und dann gefällt es oder nicht. So wie du es auch bei mir machst. (Zumindest lese ich das daraus.)
        Dennoch ist ein Stern auch manchmal ein Erinnern. Dann gehe ich bewusster auf die Seite und gucke, ob ich Artikel verpasst habe. (Momentan verpasse ich wenig, weil ich als Lehrer ja Ferienzeit habe, aber das wird sich bald wieder ändern …)

      3. Ich meinte das auch nicht bewusst auf Dich oder mich gemünzt, nur allgemein gedacht.

        Gut, irgendwo ist ein Stern auch eine Art von Erinnern, auch wenn ich es persönlich nicht so sehe, aber kann man so empfinden.

        Und in der Ferienzeit/Urlaubszeit wird entweder weniger geschrieben oder mehr gelesen/geschrieben, je nach den persönlichen Möglichkeiten.

        Aber ich habe verstanden, was Du meinst…

  7. Ich denke, sowas machen tatsächlich eher jüngere Leute. Instagram und Facebook sind ja auch so schnelle Medien, in denen man sich die Likes bloß so hin und her wirft.
    Ich habe nur Blogs im Reader, die mich wirklich interessieren. Manchmal abonniere ich auch einen und stelle dann fest, dass er mich doch nicht so anspricht wie gedacht. Ich erwarte dafür auch kein Gegenabo oder sowas. Wenn sich ein Kontakt hier allerdings intensiviert, erhoffe ich mir allerdings schon, dass auch etwas Gegeninteresse besteht.

    1. Ja, in der Masse denke ich das auch, dass das eher Jüngere machen. Aber diese App lebt eben davon und wenn man dann mehrere tausend Klicks hat, dann hat man dafür vorher auch „gearbeitet“. Dem will ich mich da erst gar nicht aussetzen, weil ich einen Job hab und nicht so viel Zeit wie Jugendliche. Aber ich wollte mir es wenigstens mal ansehen.
      Nun bleibe ich beim Bloggen – auch wenn das schon fast vorsintflutlich rüberkommt …

  8. Komisch, ich mache mir überhaupt keine Gedanken ums Liken und Gelikedwerden, ums Kommentieren und Kommentiertwerden. Ich lese mehr Blogs regelmäßig als ich selbst abonniert habe (irgendwann merke ich das und hole das Abonnement nach), weil ich die Blogs per RSS-Feed abonniere (Inoreader) und von dort in jeden Artikel abspringe. | Ich überlege dreimal, bevor ich kommentiere. Ich merke an mir, wenn ich zu oft kommentiere, dass das Kommentieren Suchtponenzial hat und inhaltlich verflacht. | Ich lese (jeden?) deine(r) Beiträge nun seit über drei Jahren und würde sie gerne noch lange täglich weiterlesen dürfen und können. | LG, Bernd

    1. Lieber Bernd,
      ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, auf die Klicks und die Likes zu schauen. Das mache ich durchaus. Mehrmals am Tag (zumindest jetzt in der Ferienzeit). Dennoch treibe ich sie nicht künstlich in die Höhe, so wie das bei der gestern angesehenen App meiner Meinung nach passiert. Es kann mir keiner erzählen, dass all die Bücher dort wirklich von allen so gelesen werden. Und es gab sogar die Möglichkeit alle 20 zugleich angezeigte Leute ungesehen zu abonnieren. Das wird die normale Art und Weise dort sein.
      Also für mich war diese Plattform nichts, darum bleib ich dir erhalten. Und ich freu mich sehr, dass du mit bei den ersten warst und immer noch dabei bist. (Manches wiederholt sich bei mir ja doch … Also gewisse Motive usw.)
      Lieber Gruß!

  9. Also mir hat das damals z.B. sehr geholfen, als du mir ein Link zu deinen Geschichten gesetzt hast, als ich mit dem Drama mit dem Wolf verwickelt war. Es zeigt, dass man nicht der Einzige Mensch auf der Erde ist, der …..im Gefühlschaos „schwelgt“. Und darüber schreibt. Ehrlich.

    1. Da bin ich mir aber auch nicht sicher, ob das nicht Aufdrängen ist. Ich meine, es kann ja auch besserwisserisch rüberkommen (wie mein Freund und meine Familie auch definitiv sagen würde, dass ich es bin). Deine spezielle Situation ist meine Situation ja nicht gewesen, ich habe nur die Parallelen gezogen. (Na, so macht man das im Geschichts- und Literaturunterricht je auch…) Na ja, ich finde es jedenfalls gut, dass es dir ein bisschen half. (Das ist eigentlich alles, was ich sagen wollte.)

  10. Die mir spannend erscheinende blogs lese ich gerne und regelmäßig. Manchmal like ich und wenn ich mehr Zeit habe oder etwas dazu sagen möchte kommentiere ich. Zwang sehe ich nicht.
    Ist halt auch nur ein hobby .

    1. Ja, so sehe ich das zu normalen Arbeitszeiten auch. Aber wenn man Ferien hat, macht man sich vielleicht mehr Gedanken… Nein, vor allem kamen diese Gedanken gestern beim Hineinschnüffeln in diese andere App.

  11. Liebe Stefanini, ich lese des öfteren Beiträge von dir (deshalb bei wordpress und am Bloggen) weil sie mich interessieren – ich finde es okay und halte es ebenso – zu lesen was einen interessiert und liken was gefällt! Das finde ich einen guten Austausch und darum geht es meiner Ansicht in erster Linie.
    Es gibt Reader und Blogger, die einen anderen Stil haben – aber ich bin wie du der Ansicht: Lesen was gefällt und anspricht und liken was man liken möchte und/oder kommentierten möchte – und alles ist im grünen Bereich. Liebe Grüße, Effi

    1. Ach, dich hatte ich gar nicht auf dem Schirm, also als Leserin … (Was ich nicht böse oder zickig oder sonst wie negativ meine.)
      Klar, einen anderen Stil haben viele. Das ist ja gerade das Gute am Bloggen, dass man sich seine Leseliste so selbst zusammenstellen kann. Allerdings: Nachrichten würde ich – zusätzlich zu dem schon aufgezählten – nie über irgendeinen Blog abonnieren.
      Lieber Gruß!

  12. Liebe Stefanini,
    zunächst will ich den Dank einfach zurückgeben. Nachdem ich mich darüber gefreut habe, natürlich. Danke, daß Sie Ihre Schreibgeschichten mit uns teilen und manchmal so wie hier, bestimmte Prozesse hinterfragen.

    Dann mein Widerspruch: Sie erscheinen weder arrogant noch unnahbar, sondern klar definiert und das Schreiben an sich liebend. Doch das mag jeder anders für sich benennen. Das Thema Unnahbarkeit ist ja ein ganz blogeigenes. Wenn man sich von allzu plumpen Scheinfreunden distanzieren will, ist es ein wichtiger Schutzschild. Follower sind noch lange keine Freunde, auch wenn sie Sterne über einen schütten.

    Sie machen das alles gut und richtig, manchmal auch gegen den Strom. Und das finde ich gut.
    Herzliche Grüße, Ihre Käthe.

    1. Liebe Käthe,
      wie Bernd und Cami (von den hier aktuell Kommentierenden) gehören Sie zu meiner „ersten Ernte“ und darüber bin ich wirklich sehr froh. Irgendwie tut es jedes Mal ein bisschen weh, wenn jemand sich verabschiedet, den man über Jahre mittlerweile irgendwie kennt. Und meistens geschieht das eher leise.
      Obwohl man viel teilt, viel von sich mitteilt, ist keiner der Follower auch nur in irgendeiner Weise mein „Freund“. Ich glaube, das meine ich mit „zurückgenommen“: Dass Freundschaften bei mir über den virtuellen Raum entstehen, halte ich für so gut wie ausgeschlossen. Vielleicht wäre das anders, wenn ich mehr kommentiere, mich mehr einbinden würde. Aber das wäre einfach nicht so sehr ich.
      Danke für Ihre Worte!
      Liebe Grüße
      Stefanie

  13. Ich hab dich aboniert, weil mich etwas ansprach in deinen Texten. Dann wusste ich lange zeit nicht mehr warum und hab überlegt das Abo zurückzunehmen , was ehrlich aber auch irgendwie krass wäre, glaub ich?! In letzter Zeit lese ich mich dann doch hin und wieder fest und dieser Artikel nun hat mir so gut gefallen, dass ich dieses hier in die Kommentare schreibe 😉 !

    1. Hi,
      nee, ich finde eigentlich nicht, dass eine Zurücknahme „krass“ wäre. Wenn man merkt, dass das Geschriebene oder der Stil einen doch nicht ansprechen oder zu oft zu Negatives geschrieben wird, finde ich, dass man ruhig Blogs abstoßen soll.
      Aber schön, dass du noch da bist 🙂

  14. Ich finde es immer schön, wie ehrlich Du schreibst – ohne chi chi und Schnörkel. Du stehst zu Dir und Deiner Meinung. Ich finde es schön, dass man bei Dir immer ganz genau weiß, woran man ist….und da investiert man gerne Zeit, zum Lesen Deiner Gedanken und Geschichten!
    …und hier und da bekommt man auch einen Kommentar von Dir 🙂 Wehe ich muss für den nächsten erst wieder ein Jahr in der Versenkung verschwinden… Genieße deinen Nachmittag! LG Peppa

  15. Das ist ja witzig… mir hat letzte Woche noch ein Mann gesagt: „Du wirkst unnahbar und arrogant. Deshalb wollte ich dich erst gar nicht ansprechen.“

  16. Was du da schreibst klingt für mich wie eine kalte Wahrheit, die durch eine Zuckerwatte-Stadt weht. Ich kann das nachempfinden, es geht mir ähnlich. Diese Art zu Bloggen repräsentiert für mich die Realität außerhalb des Internets. Mögen um gemocht zu werden und immer lieb sein. Aber durch Authentizität erwirbt man sich ebenfalls Interesse und Respekt, es dauert aber wahrscheinlich länger.

    1. Habe mich gestern noch länger mit einer Freundin darüber unterhalten, über all die Likes die wir anfordern. Und dass man feststellen kann, dass, gibt man keine Likes, man auch weniger zurückbekommt. So funktioniert Facebook. Bei der Netflixserie Black Mirror gibt es eine (sehr pädagogische und nicht unbedingt fesselnde) Folge darüber, die es noch überspitzt, aber wir sind nicht mehr weit davon weg, nur noch oberflächlich die zu favorisieren, die uns mit Häkchen bedenken. Es kann mir jeder sagen, was er will, die Gemeinsamkeit wird vielfach oberflächlicher. Wir schaffen es ja nicht einmal, unserem Gegenüber dauerhaft Aufmerksamkeit zu schenken, sondern wenden uns immer wieder unseren Smartphones zu. (Wovon ich mich ausnehme, weil ich keins habe.)

      1. Genau an das habe ich auch gedacht, Black Mirrors und das „Nett-or-not-Bewertungssystem“. Es fühlt sich komisch an, ein Teil davon zu sein, aber kann man das total ablehnen und trotzdem erfolgreich bloggen?

      2. Wahrscheinlich nicht. Ich lese auch nicht alle Artikel definitiv bis zum Ende durch, die ich dann like, und das sollte ich eigentlich machen.
        Aber was ist denn auch erfolgreiches Bloggen? Ich bin bei weitem nicht erfolgreich oder vielgelesen. Es gab einen Blogger, den ich beobachtet habe, der liked immer neue Blogs, ein oder zwei Artikel auf ihnen, dann aber kehrt er nie wieder zu ihnen zurück. Diese Blogs werden aber auf ihn aufmerksam, kommen auf seine Seite und (ja, er schreibt eingängig) bleiben dann da. Es ist also seine Form der Vermarktung. Und sie funktioniert sehr gut für ihn. Er wird viermal so oft gelesen wie meine Artikel.
        Wie im wahren Leben habe ich aber eben nicht auf alle Leute Bock – einige will ich gar nicht hier haben, da drehe ich schon die Augen, wenn ich deren Blogs ansehe. Ich bin ganz zufrieden mit den Menschen, die sich immer mal wieder eine Zeitlang hier tummeln. 🙂

      3. Woher weiß er, dass er wirklich gelesen wird? Diese Strategie ist ja weit verbreitet.

      4. Die Kommentarrate unter seinen Artikeln ist recht hoch, daran kann man ja schon recht deutlich erkennen, wie viele Leser es tatsächlich sind.

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