Auf die Freiheit

Und wie schnell es geht, dieses Gefühl „frei, frei, frei“ zu bekommen! So schnell. Ein Auto, ein voller Tank, Musik aus den Boxen und der blaue Himmel über mir. Das reicht. Ich sehe auf die Autobahn, nicke zu „Modern Love“ mit und muss lächeln. Es gibt da diese Stelle im Lied, die so vollkommen für Aufbruch und Raus und Luftatmen und Freiheit steht. Und genau das mache ich grad. Mit diesem breiten Grinsen auf dem Gesicht, weil ich weiß: Ich könnte überallhin.

All dieser ganze negative Kram in den letzten Wochen, all diese furchtbaren Nachrichten – es wird sie weiterhin geben, aber ich mache mich nicht auf die Suche nach ihnen, sondern gehe auf die Suche nach dem Guten. Klingt blöd? Vielleicht. Doch manchmal vergesse ich, vergessen wir, dass eigentlich viel mehr Gutes da ist. Dann lesen wir eine schlechte Nachricht und noch eine und wieder eine und die Welt um uns verschimmert ins Grau. Alles wird drückend, alle atmen Depressivität aus und lenken sich mit Dingen ab, die … ach, die ich auch nicht gutheißen kann, weil sie am Gefühl nichts ändern, weil Oberflächlichkeiten am tiefen Inneren nichts bewirken können. Das kannst nur du selbst. Wie auch immer.

Ich schiebe mein linkes Bein auf den Sitz hoch, muss ja nur noch mit dem rechten das Gaspedal gleichmäßig runterdrücken (belgische Tempolimits) und zupfe mir ein paar Trauben ab. Ein Auto, Musik, ein bisschen Essen – viel braucht’s nicht, damit dieses Kribbeln im Bauch, dieser Drang im Hals, dieses Wabern im Kopf sich in ein so so so so breites Lächeln verwandelt. Weil es mir endlich wieder gut geht. Hier, alleine, weg vom Druck der schlechten Nachrichten ist die Freiheit schon da. Da! Hier! Lächel!

(Teil 5: Alternativen)

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3 Kommentare zu „Auf die Freiheit

  1. Das ist genau das, was ich am Autofahren auch liebe. Beruflich bedingt ist das halt so… Viele sagen, so viel Zeit im Auto, ist das nicht lästig? Nein, es ist, so wie Du das beschreibst, mein Freiraum, ich höre die Playlist, die mir gerade gefällt, telefoniere mit lieben Menschen, wenn ich das möchte und genieße es meist…
    Schön beschrieben, wirklich!
    Liebe Grüsse
    Thomas

  2. „It’s 106 miles to Chicago. We got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it’s dark and we’re wearing sunglasses.“ „Hit it!“ (Blues Brothers)

    😉

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