Und

Und wenn ich dich sehe, wie du läufst und läufst, von der Angst getrieben, und weiter durch die Wälder und über die Farne springst und das Gehölze versuchst känguru-sprunggleich zu nehmen, und endlich die Bäume hinter dir lässt und über das abgeerntete Feld fliegst und weiter und weiter bis an den Rand des Gutshofes, der schon seit einigen Jahrzehnten zerfällt, und wie du dich durch das halb aus den Angeln gehobene Scheunentor drängst, um den Weg abzukürzen, und auf der anderen Seite, da wo die Schweine früher rausgetrieben worden sind, heraus verschwindest, dann den Zaun überkletterst, um wieder ein wenig weiter zu laufen, bis die Straße kommt, und du dort kurz stehen bleibst, weil die Luft dir ausbleibt, nach einem raschen Blick zurück, aber tief durchatmest und erneut die Beine in die Hand nimmst, dann habe ich schon fast ein bisschen Mitleid mit dir und denke, vielleicht, ja, vielleicht sollte ich dich  entkommen lassen.

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4 Kommentare zu „Und

  1. Das erinnert mich ans Hinterlaufen der Hauskatze…aber ich lasse sie gern entkommen. Sie kommt ja auch nur zu gern zurück. Vielleicht weil sie weiß, dass sie jederzeit weggehen darf…

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