Ihre Träume

Als die Augen noch groß, die Zukunft noch offen und die Herzen noch unschuldig waren, lernte er sie kennen. Ein Lächeln reichte – und die Welt war eine andere geworden: Mit einem Mal bestand sie nur aus ihnen und den vielen Unschärfen um sie herum.

Sie neigte den Kopf. Und er verfiel den blauen Regenbogenhäuten, deren Pupillenblitze ihn und seine Freunde und das Glas Bier in seiner Hand belächelten, und er verfiel dem Mund, der sich so verzog, dass sich spöttische Grübchen zeigten, und er verfiel ihrer Stimme, die belustigt klang, weil er sich nicht merken konnte, welche Worte zwischen ihnen schon getauscht worden waren.

Und er wollte sie wiedersehen, wenn er nüchtern war. Denn dann würde sie über ihre Träume sprechen und er würde von seinen erzählen. Und sie könnten sie verbinden. Und so würden sie für immer ihre gemeinsamen sein. Unerfüllt vielleicht für den Rest ihres Lebens. Aber gemeinsam.

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4 Kommentare zu „Ihre Träume

  1. Ja so beginnt sie – die Liebe. Man nimmt die Schwächen des Anderen nicht oder nur kaum war. Manchmal hält das ein Leben lang – oft allerdings verfliegt dieses schöne Gefühl

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