Die

Er hatte schon viele tolle Frauen gehabt. Da war die Sportkanone, mit der er viel Ski gefahren ist und für die er in eine andere Stadt zog. Und die Hübsche, die ihn eine Weile in der neuen Stadt hielt, mit der er aber Schluss machte, weil er in die Ex seines besten Kumpels verknallt war. Was nichts werden durfte. Und seit ein paar Jahren war da seine Nachbarin, einige Jahre jünger als er, die nun seine Mitbewohnerin, weil Lebenspartnerin, war und die nicht mehr mit ihm schlief.

Und fremdgegangen war er mindestens zwei von den drei genannten Beziehungsfrauen. Keine konnte ihn wirklich halten, binden, absolut von sich überzeugen. Warum nicht? Was war das „Mehr“, nach dem er sich sehnte?

Er wollte alles. Die perfekte Frau, die ihn heiß machte, die sein Kumpel war, die seine Interessen teilte, die gut verdiente, um die seine Freunde ihn beneideten, der fremde Männer mit Blicken folgten, die meisterhaft Snowboard fuhr, die ihn umsorgte und aufbaute, aber nicht bemutterte.

Oder vielleicht musste es auch nur die sein, die er wirklich liebte.

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15 Kommentare zu „Die

  1. Hat dies auf Red Skies over Paradise rebloggt und kommentierte:
    Copy&Paste-Start: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ | Für Wilhelm Schmid, Philosoph der Lebenskunst, steht der Spatz steht für das Alltägliche, die Taube für das Spektakuläre. Und wer nur Tauben will, wird unzufrieden. | Der kleine, robuste Spatz steht für den Alltag, und ich rate dazu, sich stärker mit dem Alltag anzufreunden, gerade in der Liebe, in der viele von der Taube oder vom Täuberich träumen. | 17.11.2011 von Christine Meffert | http://www.zeit.de/2011/47/Sprichwort-Spatz-Taube“ :Ende-Copy&Paste

      1. Er kann das offensichtlich nicht. Und für ihn sind die Lerchen Tauben, dann Spatzen. Er trennt sich zu spät von den Spatzen. In dem Moment, in dem er erkennt, dass die Taube auf dem Dach ihn mehr interessiert als der Spatz in der Hand, hat er sich zu trennen und nicht zu kränken.

      2. Ich glaube, aus den Lerchen, mit denen er fremdgegangen ist, ist nie eine Taube oder ein Spatz geworden. Die Lerchen waren vielleicht einfach nur da.

        Aber du hast natürlich Recht: Sobald er seinen Spatz nicht zu würdigen weiß, soll er lieber alleine sein, anstatt ihn, wenngleich für diesen unwissentlich, zu kränken.

  2. Manche Männer sind auf der ewigen Suche und kommen nie zur Ruhe. Meistens hängen sie dann irgendwann einer Beziehung von früher nach und idealisieren diese bis zum Himmel oder heiraten aus lauter Verzwiflung plötzlich Hal über Kopf eine Frau, die zur richtigen Zeit am falschen Ort war 🙂 LG Peppa

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