Kamelopard (Wortfriedhof)

Menschen in früheren Zeiten haben sich vieles von Reisenden erzählen lassen und einiges Wundersame kam dabei heraus: Es war oft eine Mischung aus dem, was sie kannten, dem was sie hörten und dem, was die Bibel ihnen als möglich erscheinen ließ. Ein gutes Beispiel für eine früh-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Naturwundern ist z.B. Konrad von Megenberg, der im 14. Jahrhundert versuchte, die Welt um ihn herum und die, von der ihm berichtet worden ist, im „Buch der Natur“ zu katalogisieren. Ein Jahrhundert später wurde ein illustrierter Band davon veröffentlicht, heute online einsehbar:

Facsimile
Die Meerwesen

Auch der Kamelopard könnte in dieses Weltbeschreibungsmuster passen. Wer sich mit Sternbildern auskennt, wird schon wissen, um wen es sich hierbei handelt. Und wenn man es sich bildlich vorstellt, dann mag zumindest annährend das dabei herauskommen, was es tatsächlich ist: die Giraffe. Erstmals ist das Wort „Giraffe“ im übrigen als „Schraffe“ belegt und geht auf das Arabische zurück. Die Römer allerdings hatten sich an eine Kamel-Panther/Leopard-Mischung erinnert gefühlt und dem Tier erst einmal den heute ungebräuchlichen Namen gegeben, von dem sich aber auch noch der wissenschaftliche Name „Giraffa camelopardalis“ herleitet.

2 Gedanken zu “Kamelopard (Wortfriedhof)

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