Märchenmond

Gelesen habe ich das Buch aus Mamas Bücherschrank nur, weil „Märchen“ im Titel war. Und auch heute noch würde dies den ausreichenden Anlass geben. Verwunderlicher ist für mich, wieso Mama es hatte – war das damals ein Hype? Sie hat seit Märchenmond und Unterwelt jedenfalls niemals wieder Fantasy gelesen. Ich erst einmal auch nicht. Zumindest keinen anderen als Herrn und Frau Hohlbein.

Aber „erst einmal“ ist relativ. Es dürften nur fünf oder sechs Jahre später gewesen sein, als ich mit 18 das erste Mal „Herr der Ringe“ las. Heute erscheint es einem, zwischen gewissen Dingen in der Jugend hätten Jahrzehnte gelegen – doch rechnet man es aus, sind es nur wenige Jahre. Wie auch immer.

„Märchenmond“ war damals für mich so neu, weil ich nicht wusste, dass auch Erwachsene Dinge vollkommen aus dem Reich der Fantasien lesen würden. Irgendwie war es beruhigend, dass ich nicht auf meine Zuneigung zu Märchen- und Sagengestalten verzichten musste bzw. muss.

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2 Kommentare zu „Märchenmond

  1. Ich habe vom Ehepaar H. – plus Tochter – keine besonders hohe Meinung. Und von den ihnen hörigen Verlagen und Lektoren ebenfalls nicht. Mir stellt sich seit Jahren die Frage: wie viel H. ist in einem Buch wirklich drin, sprich wer hat es geschrieben? Vergleicht man die Bücher, so fallen arge Unterschiede auf. Hat die nun der Lektor verbrochen, oder Ehepaar H. im Werk (des unbekannten Autors) gekritzelt?

    Nun bedienen sich viele Autoren bei Ideen anderer Schriftsteller, oder Sagen, das hat auch ein Herr Tolkien gemacht. Alles gut. Aber was er erschuf, das kann ein W. H. nicht. Der deutet nur an und löst nie auf, vergisst sogar ganze Handlungsstränge und Figuren im Buch. Gut ist anders. Gut fand ich Harry Potter, auch wenn er ein Junge ist 😀

    Japaner gehen mit Fantasy so völlig anders um, sie begleitet sie Tag für Tag. Yokai und Obake gibt es dort an jeder Ecke und entsprechende Legenden gleich dazu. Das drückt sich dann auch in den Manga und Anime-Werken aus, die von allen Bevölkerungsschichten gelesen werden. So, jetzt muss ich aber los ins Märchenland. Elfchen wartet schon auf mich. 😉

  2. Wolfgang Hohlbein fand ich auch mal toll – bin dann aber einfach aus ihm rausgewachsen, sodass er mir irgendwann zu vorhersehbar wurde und zu eintönig. Aber Fantasy habe ich eine Weile in wirklich allen Formen verschlungen, völlig unabhängig von der Qualität. Wann ich damit angefangen habe, weiß ich gar nicht mehr, das muss ein ziemlich nahtloser Übergang gewesen sein.

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