Wortfriedhof: bähen

Es klingt wie der Laut, den Schafe von sich geben, und tatsächlich sagt Wikipedia, ein Schaf würde „mähen, blöken und bähen“. (Ein Wiedehopf wült übrigens. Ich wusste noch nicht einmal, was das für ein Tier ist, geschweige denn, dass wülen/ülen ein gebräuchlicher Ausdruck wäre. ) Interessant finde ich, dass englische Schafe „baa“-en, aber der Schafslaut jedenfalls in zahlreichen Sprachen mit einem B beginnt. Wie auch immer. Ich schweife ab.

Unser Wort ist heute noch vor allem bekannt bei aus älteren Kochbüchern Kochenden und wohl auch bei Österreichern und Schweizern: „durch Umschläge wärmen“, „Brot rösten“. Im Alt- und Mittelhochdeutschen hieß es soviel wie „erwärmen“, im Germanischen allgemeiner scheinbar „wärmen“. 

Ein Satz mit der ursprünglichen Meinung wäre: „Ich bähte mich am Schaf/Schwein/der Kuh.“ Nein, das ist kein so unsinniger Satz, wie er zu sein scheint, denn immerhin lebten die Tiere mit den Menschen in ihren Häusern, unter anderem wegen ihrer Wärme. Sätze mit den anderen Bedeutungen wären: „Deine Erkältung kannst du bekämpfen, wenn du bähst.“ oder „Bähe ein wenig Brot, um es als Beilage zur Suppe zu reichen.“

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3 Kommentare zu „Wortfriedhof: bähen

    1. Danke dir.

      Im Beitrag steht ja, dass es noch verwendet wird. Allerdings ist es rückläufig. Und in deiner Verwendung habe ich es nicht gefunden. Nur in der „Brot erwärmen“-Form. Zumal „gebähmt“ und „bähen“ mir nicht übereinzustimmen scheint.

      Da will ich mich aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lhnen.

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