Vertrauen – Der Ungebundene XXIII

Sie sah Marc unverwandt an. Sie liebte ihn. Im Bett. Sie liebte es, dass sie sich mit ihm nie unwohl fühlte, dass es ihr gleichgültig war, wie lange und wie intensiv er sie ansah. Mit keinem anderen empfand sie diese Natürlichkeit.

Er hob seinen Blick wieder zu ihrem Gesicht, nahm seine Hand von ihrem Bauch weg und legte sie auf ihren unteren Rücken. Seine Augen suchten ihre, hielten ihren Blick fest – eine Straßenlampe schien durch das Fenster und es waren nicht nur Schemen, die er erkennen konnte. Trotzdem fühlte sie sich nicht unwohl. Sie kannte ihn zu lange, sie vertraute ihm zu sehr. Er würde nie etwas negatives über ihren Körper zu irgendwem anders sagen, er würde nie angeben, dass er mit ihr geschlafen hatte und sie damit in den Augen von jemand anderem vielleicht als billig degradieren. Und wenn sie sich ihm gleich entgegenstreckte, wenn sie seinen Körper aufnahm, dann würde es ihr wieder wie das Alltäglichste vorkommen – so, wie es vermutlich sein sollte.

Sein Atem hatte sich ihrer Wange genähert; vorsichtig-langsam gab er ihr einen Kuss darauf, dann fragte er: „Bist du nicht zu müde?“

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6 Kommentare zu „Vertrauen – Der Ungebundene XXIII

    1. Vielleicht jemand, der das zurückgehaltene Gähnen doch bemerkt hat? Jemand, der spürt, dass sie gerade über so etwas wichtiges wie Vertrauen nachdenkt? Oder jemand, der auch an den anderen denkt, nicht nur an die eigene Lust? 😉

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